Am 02.09.2008 hatten wir, die Schüler der Grund- und Leistungskurse Politik (JGSt 12 und 13), die Möglichkeit, die Schulbank für einen Tag sich selbst zu überlassen und einen kleine Zeitreise zu unternehmen – erst in die Zukunft und anschließend ungefähr 3600 Jahre in die Vergangenheit.
Unser Tag begann früh. Um 6 Uhr morgens fuhren wir mit dem Bus nach Leipzig, um dort das neuste und modernste BMW Werk der Welt zu besichtigen. Während einer Führung hatten wir die Chance, Einblicke in die Produktion der 3er Limousinen, 1er Dreitürer, 1er Coupés und 1er Cabrio zu gewinnen. Wir starteten im imponierenden Hauptgebäude, entworfen von Architektin Zaha Hadid, welches aufgrund seines Baustils mit schrägen Wänden und hängenden Fließbändern, auf denen ab und an eine Karosserie vorbei zu schweben schien, wohl eher an das Innere eines UFOs erinnerte, als an die Eingangshalle eines Automobilwerkes. Im Anschluss wurde diese Atmosphäre noch verdichtet, während wir durch die angrenzende Werkshalle, in der die Karosserien hergestellt werden, geführt wurden – Roboterarme, Funken und Maschinen soweit das Auge reicht und es war fast ein Wunder, wenn man mal einen Mitarbeiter aus Fleisch und Blut sah, da 95% der Arbeit dort von Maschinen vollbracht wird. Danach besichtigten wir die Lackiererei und in einer anderen Halle den Einbau der „inneren Werte“ eines Autos, wie Cockpit, Kabelbaum, Motor oder Fahrwerk. Unsere Werksführerin verstand es uns volle zweieinhalb Stunden lang mit interessanten Informationen und Freundlichkeit bei Laune zu halten und unsere Fragen zu beantworten.
Nachdem wir dann wieder im Bus saßen und den ersten Teil unserer Exkursion hinter uns ließen, machten wir uns auf den Weg nach Nebra, um dort das Museum rund um die Himmelsscheibe von Nebra zu besuchen. Wir hatten die Möglichkeit, in einem Planetarium die Geschichte dieses wertvollen Überbleibsels der Bronzezeit, das bei einem Zufallsfund vor 9 Jahren auf dem Mittelberg in Wangen entdeckt wurde, Revue passieren zu lassen und die Mythen um die Bronzescheibe kennenzulernen. Außerdem verrieten Textsäulen und ein Puppenkino, welches laut Museumsangestellter „nicht nur für die Kleinen“ da sei, sondern auch den „Älteren“ den Fund der Himmelsscheibe näher bringen soll, mehr.
Alles in allem fanden am Ende wahrscheinlich auch die, die vorher nicht sehr von einem 14stündigen Schultag angetan waren, Gefallen daran und sind froh, diesen interessanten, wenn auch anstrengenden, Tag mitgemacht zu haben.
Ich möchte mich hiermit nochmals im Namen aller bei den Organisatoren, sowie den Verantwortlichen für die Führungen herzlich bedanken!
Benedikt Höller