Aus Anlass des Schinkeljubiläums (165. Todestag) besichtigten alle Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 auf Initiative der
Fachkonferenz Geschichte vor den Herbstferien die Exposition „Schinkel: Künstler, Preuße, Brandenburger“ im Haus der Brandenburgisch-
Preußischen Geschichte in Potsdam.
Die in dieser Jahrgangsstufe unterrichtenden Deutschlehrerinnen vermittelten im Vorfeld des Ausstellungsbesuches Grundwissen zum Verfassen
von Leserbriefen und animierten die Elftklässler ihre Potsdamer Erlebnisse für die Öffentlichkeit zu reflektieren. Wir präsentieren hier
einige Beispiele, die es verdient haben, nicht nur von Deutsch- und Geschichtslehrern gelesen und bewertet zu werden...
Prädikat: lesenswert!
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| Leserbriefe von: | |
Sehr geehrte Märkische Allgemeine Zeitung,
in diesem Leserbrief möchte ich meine Eindrücke über die Ausstellung
„Schinkel - Künstler, Preuße, Brandenburger" am 22.09.2006 in Potsdam schildern.
Wer war Karl-Friedrich Schinkel? Wann lebte er? Und vor allem, was machte sein
Leben aus?
Mit diesen Fragen machten wir uns, die Jahrgangsstufe 11 des Karl-Friedrich-
Schinkel-Gymnasiums, im Rahmen des Geschichtsunterrichts am 22.09.2006 auf den
Weg nach Potsdam, um dort nach den Spuren des Namensgebers unserer Schule zu
suchen. Unser Ziel war die Ausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen
Geschichte „Schinkel - Künstler. Preuße. Brandenburger", die uns viele Antworten
auf unsere Fragen bringen sollte.
Jeder Geschichtskurs erhielt eine circa 60-minütige Führung durch das Leben des
bedeutendsten Architekten des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung umfasste 13 Kapitel.
Begonnen mit seiner Geburt 1781 in Neuruppin, folgte seine Kindheit, die durch den
Neuruppiner Stadtbrand, den Tod seines Vaters und den darauffolgenden Umzug nach
Berlin gezeichnet war. Darauf schlossen sich seine Ausbildung unter dem Lehrmeister
David Gilly, seine Reisen nach England und Italien und sein soziales Umfeld an.
Besonders anschaulich wurden uns die vielfältigen Tätigkeiten Schinkels als
Baubeamter, Maler, Privatarchitekt, Denkmalpfleger, Raumausstatter,
Produktdesigner, Bühnenbildner, Schaubildentwerfer, Kunstphilosoph und
Architekturtheoretiker dargeboten. Viele seiner Werke und Zeichnungen konnten
begutachtet werden. Das Kapitel über den Tod Schinkels 1841 und seine Beisetzung
auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beendete die Ausstellung.
Anschließend hatten wir die Möglichkeit, die Bauwerke des Künstlers in Potsdam,
wie die Nikolaikirche am Alten Markt, zu besichtigen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese Exkursion sehr dazu beigetragen hat,
mein Wissen über den populären Architekten zu erweitern und sich alle meine
Erwartungen durchaus erfüllt haben.
Mit freundlichen Grüßen,
Juliane Greese
Sehr geehrte Damen und Herren,
anlässlich unserer Fahrt ins HdBPG nach Potsdam möchte ich Ihnen meine Eindrücke in
Form dieses Leserbriefes schildern.
Am Freitag, dem 22. September, fuhren wir auf Anregung unserer begeisterten
Geschichtslehrer in die Ausstellung „Schinkel - Künstler, Preuße, Brandenburger".
In der freien Zeit vor Ausstellungsbeginn konnten wir in der Nikolaikirche bereits einen
ersten Eindruck von Schinkels architektonischen Leistungen gewinnen. Anschließend wurde
das bereits vorhandene Wissen in einer einstündigen Führung vertieft. Die verschiedenen
Lebensabschnitte des talentierten Architekten wurden durch Schautafeln, Computerstationen
und verschiedene Ausstellungsstücke anschaulich dargestellt.
Neben ausführlichen biographischen Angaben wurden auch wissenswerte Details vermittelt.
Wer hätte gedacht, dass der später so wohlhabende preußische Baubeamte in seiner Schulzeit
überhaupt nicht aufgefallen war und aufgrund von Geldmangel seine zweijährige Italienreise
(1803-1804) zu Fuß absolvieren musste? Den Wendepunkt markierte der Eintritt in die Lehre
beim Landarchitekten David Gilly. Seinen großen Bekanntheitsgrad bei dem Bürgertum
erreichte Schinkel vorrangig nicht durch seine Bauwerke, sondern durch Zeichnungen wie die
auf Märkten ausgestellten Panoramen und Diarahmen, wobei letztere die ersten bewegten
Bilder in dieser Zeit darstellten. Besonders interessant fanden wir auch seine drei-
dimensionalen Hintergrundkulissen und Bühnenbilder, die er für das damalige Berliner
Theater entworfen hatte.
Schinkels Englandreise (1826), die er im Auftrag des preußischen Königs als Industriespion
unternahm, die anschließenden Rasterbauten bis hin zu seinem unverwirklichten Plan zum
Bau eines Schlosses auf der Athener Akropolis vervollständigten die Führung und rundeten das
Gesamtbild ab.
Die Ausstellung ist sehr zu empfehlen, da sie das Leben und Wirken des bedeutendsten
Architekten des 19. Jh. intensiv beleuchtet und dem Besucher völlig neue Aspekte aufzeigt.
Es muss jedoch angemerkt werden, dass der einstündige Museumsaufenthalt für ungeübte
Besucher sehr anstrengend ist. Um das Zuhören zu erleichtern, wäre es wünschenswert, wenn
künftige Führungen etwas aufgelockerter und leidenschaftlicher dargeboten würden.
Abschließend möchten wir uns bei den Geschichtslehrern/-lehrerinnen bedanken, die uns
diese Exkursion ermöglicht haben.
Mit freundlichen Grüßen
Marie Preuße
Liebe Leserinnen und Leser,
anlässlich des 225. Geburts- und 165. Todestages von Karl Friedrich Schinkel
- dem Namensgeber unserer Schule - haben wir für Euch am letzten Schultag vor den Ferien in
Potsdam im „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte" die Sonderausstellung
„Schinkel-Künstler, Preuße, Brandenburger" getestet.
Obwohl mich Museumsbesuche bisher nicht sehr begeistert haben, war ich von dieser
Ausstellung doch recht positiv überrascht.
Neben bereits bekannten Fakten, wie dem Geburtsort, seinem Alter und Todestag, erfuhr ich
auch viel Neues! Oder wusstet Ihr, dass Karl-Friedrich-Schinkel, ein Sohn unserer Stadt, mit
seinem brillanten fotografischen Gedächtnis, Industriespionage in England betrieb?
Dass er als Maler, Bühnenbildner und auch als Schriftsteller sein Geld verdiente?
Ja, wer weiß schon, dass Schinkel nicht nur wegweisend den Stil des Klassizismus, sondern
auch die Neugotik bestimmt hat? Interessant fand ich auch die Tatsache, dass der Stadtbrand
in Neuruppin und dessen Folgen, maßgeblich seinen Berufswunsch beeinflusste.
Mich beeindruckte besonders, dass dieser Mann in der Lage war, wirklich meisterhaft und
kreativ mit wenig Aufwand, Großes zu schaffen.
Mir gefiel, dass buntgestaltete Programm aus Schrift, Sprache sowie den zahlreichen
Multimediaportalen.
Sehr freudig habe ich aufgenommen, dass uns das Museum Klappstühle mit auf den Weg
durch die Ausstellung gab, was uns das lange Stehen ersparte. Leider ging diese informative
Führung nur eine knappe Stunde.
Abschließend kann ich sagen, dass ich an diesem Tag sehr viel über den vielleicht genialsten
Baumeister des 19. Jahrhunderts erfahren habe.
Mit freundlichen Grüßen
Nico Höppner
Exkursion der Geschichtskurse der 11. Klassenstufe des Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium ins HdBPG in die Exposition "Schinkel -
Künstler, Preuße, Brandenburger"
Sehr geehrte Damen und Herren,
aus obigem Anlass, sende ich Ihnen hiermit meinen Leserbrief.
Schüler - Kritiker, Neuruppiner, Brandenburger
Schüler von Karl Friedrich Schinkel zu begeistern, ist wahrhaft kein leichtes Unterfangen. Ob es sich
dabei nun um Jugendliche vom Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium handelt oder nicht, spielt eigentlich
keine große Rolle. Viel eher kommt es darauf an, wie man es schafft, einen milde interessierten Schüler,
der sich eigentlich nur auf die Bildungsreise freut, weil er an ganze acht Stunden denkt, denen er elegant
entfliehen kann, für seine eigene Regionalgeschichte zu begeistern. Diese wird zumeist gerade wegen der stetigen Präsenz schlichtweg
übersehen.
So fuhren wir, diverse Geschichtskurse des Gymnasiums, am 22. September 2006 nach Potsdam, um im
Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte die Ausstellung "Schinkel - Künstler, Preuße,
Brandenburger" zu erkunden. Dort fanden wir eine überraschend moderne Exposition vor, die statt uns
mit einer Fülle aus unwichtigen Informationen zu bombardieren, gekonnt Akzente setzte. Eine ein-
einhalbstündige Führung stellte die gesamten Exponate vor. Dabei fielen mir insbesondere die vielen
neuartigen interaktiven Ausstellungsobjekte auf, die das Thema veranschaulichten und auflockerten. Aber auch diese konnten leider nicht
verhindern, dass die Führung besonders zum Schluss hin langatmig wurde.
Abhängig vom Zeitplan hatten wir entweder vor oder nach der Führung Zeit, einige von Schinkels Werken in Potsdam auf eigene Faust zu entdecken. Viele Schüler besichtigten daraufhin die nahe gelegene Nikolaikirche. Anschließend kehrten wir mit neuen Erkenntnissen über den Namensgeber unserer Schule nach Neuruppin zurück.
Obwohl die Ausstellung gelungen ist, wird sie leider auch nur dem gefallen, der ihr auch ein gewisses Maß an Interesse entgegenbringt.
Mit freundlichen Grüßen
Tabea Schikora