Schüleraustausch zwischen Bourg-en-Bresse und Neuruppin 2005


Franziska Koegst nahm wie viele andere Schüler unserer Schule am Austausch teil. Sie war so freundlich, uns ihren folgenden Bericht und Fotos der Reise zur Verfügung zu stellen.



Im April, Mai und Juni fand traditionsgemäß wie jedes Jahr der Schüleraustausch zwischen dem französischen Bourg-en-Bresse und Neuruppin statt.
Vom 09. April bis zum 23. April besuchten die 19 französischen Austauschschüler die Fontanestadt. Sie nahmen am Unterricht teil, machten eine Stadtralley, besuchten Berlin, Potsdam, Wittstock, Sachsenhausen und als absolutes „Highlight“ die Neuruppiner Klärwerke. Dieses Jahr stand der Austausch unter dem Thema Energie.
Vom 24. Mai bis zum 09. Juni besuchten wir Neuruppiner unsere Austauschpartner. Begleitet wurden wir von Frau Damerow und Frau Irmscher. Am ersten Tag gingen fast alle morgens in den Unterricht und es wurde allen Schülern ihre jeweilige Schule gezeigt. Wir waren auf zwei Schulen verteilt. Einmal auf das Lycée Joseph-Marie Carriat, das ca. 1800 Schüler hat und das Lycée Jérôme Lalande.
In den folgenden Tagen besuchten wir die Innenstadt und genossen das absolute Sommerwetter. Dann sahen wir noch das „total“ berühmte Kloster Cluny, das keiner kannte außer den Lehrern und da fanden wir das heiße Wetter dann nicht mehr so toll wie vorher, denn wir sollten auch noch auf einen Felsen klettern, aber das war dann zum Glück freiwillig. Natürlich besuchten wir auch die Klärwerke in Bourg-en-Bresse. Am Freitag (28.05.) hatten die Franzosen eine große Party für uns organisiert. Das folgende Wochenende verbrachte jeder in seiner Gastfamilie und die Schüler, die im Internat wohnten, fuhren zum ersten Mal nach Hause. Am Mittwoch machten wir dann den lang ersehnten Ausflug nach Lyon. Erst hatten wir eine Führung und später dann endlich Freizeit zum Cd´s, Klamotten und Andenken kaufen, was vor allem Wein und Postkarten waren. Eine Müllkippe stand auch auf unserem Programmplan und dort hat es wirklich mörderlich gestunken, schlimmer als im Klärwerk, fand ich.
Am besten gefiel mir der Besuch des Museums der Kinder von Izieu. Es handelte sich dabei um ein Kinderheim, das im Zweiten Weltkrieg dazu diente, jüdische Kinder zu schützen, indem man versuchte, sie in anderen Familien unterzubringen und sie somit vor den Nazis in Deutschland schützte. Am vorletzten Tag, Mittwoch, hatten wir dann eigentlich frei, denn wir besuchten nur den Markt von Bourg-en-Bresse und nachmittags gab es kein Programm. Der Abschied am nächsten Morgen fiel uns allen sehr schwer, auch den Franzosen. Es flossen auch eine ganze Menge Tränen. Aber auf Zuhause freuten sich dann später doch alle. Im Nachhinein fand ich den Austausch klasse und alle hatten eine Menge Spaß. Empfehlen würde ich es alle Fälle, denn es ist echt mal interessant zu sehen wie die Franzosen so leben…


Franziska Koegst

Bild Nr. / 19